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Kernenergie und CO2

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Wird der Ausstoß von Treibhausgasen
durch den Einsatz von Kernenergie erhöht?

Dipl.-Ing. Eckehard Göring

Diese Theorie wird immer dann vom sogenannten "Umweltschützern" vertreten, wenn es darum geht, die Kernenergie als Mittel der Energie-Versorgung für das dritte Jahrtausend zu diskriminieren. [Environmental Committee des englischen Parlaments als Argument gegen den Bau einen fünften finnischen Kernreaktors; Pressemeldung, April 2002, Format: Word] Denn allen Beteiligten ist klar, wenn der Treibhauseffekt durch Menschenhand verursacht ist, dann muss die Energie-Versorgung in diesem Jahrtausend so umstrukturiert werden, dass bei der Energie-Erzeugung und dem Transport keine Treibhausgase in die Atmosphäre entweichen.

In der öffentlichen Diskussion der letzten Jahre tauchte deshalb die Kernenergie wieder vermehrt auf, da bei ihrem Einsatz zur Energieerzeugung augenscheinlich keine klimaschädigenden Gase austreten. Diese These rief natürlich Kernkraftgegner auf den Plan, die damit ihr Lebenswerk, die Verbannung auch des letzten Kernreaktors von dieser Erde, gefährdet sahen. Daher vertraten diese Kreise die Auffassung, bei dem Abbau des Brennstoffs Uran, bei der Herstellung der Brennelemente, beim Bau der Kernkraftwerke und bei ihrem Betrieb selbst würden Unmengen an “Klima-Gasen” entstehen, die damit die Einsparung bei der eigentlichen Erzeugung einer Kilowattstunde Strom weit übertreffen würde.

Thesen:

    Bergbau:
    CO2-Ausstoss der Maschinen und Aggregate. Nitrose Gase bei der Sprengung.

    Herstellung der Brennelemente:
    Der Anreicherungsprozess verschlingt Unmengen an Energie. Diese wird später nicht wieder erwirtschaftet.

    Bau der Kernkraftwerke (KKW):
    Stahl- und Betonherstellung verschlingt Energie und verursacht damit einen vermehrten CO2-Ausstoß.

    Betrieb der Kernkraftwerke (KKW):
    Ausstoß von radioaktiven Edelgasen, die die Ozonschicht schädigen.

Die Vertreter dieser Thesen bringen dabei immer wieder Zahlenwerte ins Spiel, die vorsichtig gesagt, absolut überholt sind. Teilweise wird mit Rechenwerten aus dem Manhattan-Projekt (dem Projekt zur Entwicklung der ersten US-Atom-Bombe) argumentiert. Die erste A-Bombe wurde 1945 gezündet!

Die Theorie, dass radioaktive Edelgase die Ozonhülle schädigen, konnte bis jetzt nicht zweifelsfrei widerlegt werden. Man hofft aber auf neueste Forschungsergebnisse aus der Raumfahrt.

Wenn man eine Lebenszyklus-Analyse über alle Energie-Erzeugungsarten legt, wird man feststellen, dass die regenerativen Energien Wind, Sonne/ Solar, Wasser und Biogas über die gleichen Voraussetzungen klagen müssten, wie bei der Uran-Gewinnung. Silizium, Stahl, Beton wird bei all diesen Energieerzeugungsarten benötigt, ganz zu schweigen vom Treibhausgas Methan sowohl im Erd- als auch Biogas. (Methan ist viel schädlicher als CO2)

Den “Experten” der englischen Umwelt-Kommission kann man nur empfehlen, sich mit den Ergebnissen des "Club of Rome" auseinander zusetzen. Dieses Gremium, vor Jahren kernenergiefeindlich eingestellt, sieht angesichts der unabsehbaren Gefahren einer globalen Klimaerwärmung die Gefahren der Kerntechnik als beherrschbar an.

Dipl.-Ing. Eckehard Göring; eckehard.goering@buerger-fuer-technik.de