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Satire:  Der Transrapid

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Helmut März, Beilstein/Württ. (Jan. 2001)

TOTGESAGTE LEBEN LÄNGER

"Der Transrapid ist nicht nur tot – er ist sogar mausetot" (Rezzo Schlauch, am 05.02.2000)

Es waren wohl die Grünen, die seinen Tod ersehnt
         das Fahren ohne Schienen war ihnen sehr verpönt.
Obwohl er leise schwebte, die Landschaft kaum berührt',
         wollt' man nicht, dass er lebte, Rad-Schiene gar tangiert.
In Politik und Medien behandelt' man ihn schlecht,
         ihn endlich zu erledgen, war jedes Mittel recht.
In Lathen schwebt' im Kreise das ungeliebte Kind,
         bis auf geheime Weise von fern ein Lichtlein blinkt'.
Die Welt erkennt mit Staunen das wunderbare Ding
         und durch des Schicksals Launen kam man gar aus Peking.
Man drehte ein paar Runden und kam rasch auf den Punkt:
         Das, was bei uns geschunden, das ist ein Quantensprung.
Da hatte doch der Rezzo den Nachruf schon serviert
         (das grüne Intermezzo bald kein' mehr int'ressiert)
Nun geht sie außer Landes, die Top-Innovation,
         weil wegen Unverstandes kein Platz in der Nation.
Drum wünsche ich vor allem dem deutschen Vaterland
         mehr Technik-Wohlgefallen und etwas mehr Verstand,
damit nicht jeder Fortschritt zu Tod' wird diskutiert,
         wie's grad dem Transrapid hier beinahe wär' passiert.