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Satire: “Hamburg setzt voll auf Ökostrom“ (HAZ vom 25.07.07) und “Keine gute Woche für die Kernkraft“ (WamS vom 29.07.07) Rudolf Eberhart, 30.07.2007
Hamburg setzt auf Ökostrom – ganz ohne Kohle und Atom! Hat Bürgermeister Ole Beust bei GRÜN sich endlich eingeschleust?? Treibt Dummenfang in großem Stil: Die Umwelt retten ist sein Ziel; er nutzt jetzt Wasser, Wind und Sonne und eventuell noch Biotonne! Er will den Schmutzstrom ganz verweigern – man kann die Weitsicht kaum noch steigern… Was spart er so an Zeh-Oh-Zwei?? Dem Klima ist dies einerlei. Die Kosten spielen keine Rolle: Der Spaß mag kosten, was er wolle!!
Wie kann er das Problem bloß lösen und trennt den guten Strom vom bösen? Will er gar eigne Kabel bauen? Das wäre ihm wohl zuzutrauen… Doch Hamburgs Umwelt-Dezernat hat hier die Lösung schon parat: Die Elektronen-Trennanlage löst ganz einfach diese Frage! Sie trennt die schlechten von den guten, denn die nur sind uns zuzumuten. Ein gutes Elektron kommt raus und fließt gleich Richtung Krankenhaus. Der Chefarzt dankt dem Ole sehr, denn ohne Strom tut er sich schwer. Das zweite ist kontaminiert und wird deswegen aussortiert. Nun noch ein gutes Elektron: Die Schulen warten lange schon! Das Rathaus kommt als nächstes dran: Dort schaffen sie auch dann und wann. Und Kitas, Bäder, Leichenhalle – denn Sauberstrom ist gut für alle!! Die U-Bahn läuft auch gleich viel besser mit Hydrostrom aus dem Gewässer.
Doch wehe, wenn um Mitternacht der Windstrom plötzlich Pause macht!! Solarer Strom fließt nachts nur spärlich – das ist mit Dunkelheit erklärlich. Auch Bio ist noch nicht so weit: Nur wenig Strom steht dort bereit… Und wenn der Wind dann mal nicht weht und windstrommäßig nichts mehr geht, ist’s gar nicht schlimm, denn mittels Kerzen kann man die Dunkelheit verschmerzen und nachts bei vollem Mondenschein kann’s ja ganz schön gemütlich sein!!
Ich komme nun zum Resümee: Dies ist ’ne echte Schnapsidee! Was ist zu halten von dem Ganzen? Sie fälschen doch nur Strombilanzen. Schon wieder eine grüne Masche: Man lügt sich etwas in die Tasche. Denn Vattenfall und Avacon haben mir bestätigt schon: Beim Stecker dort in Oles Haus kommt stets der gleiche Saft heraus; hat nur ein neues Etikett – und Ole schläft nun ruhig im Bett!!
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