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Satire: Sigmar Gabriel - Ausstiegsbeschluss

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Satire: Sigmar Gabriel und der Ausstiegsbeschluss
von Rudolf Eberhart im Oktober 2006

Der Gabriel, der Gabriel,
           agiert er auf Parteibefehl?
Die SPD ist fest entschlossen:
           Die Kernkraft wird jetzt abgeschossen!
Auf, auf Genossen, ins Gefecht!
           Denn die Partei hat immer Recht.
Viel Geld ist da – wie Sand am Meer –
           darf´s noch mehr kosten? Bitte sehr…!
Der Spaß erfordert -zig Milliarden;
           den Blackout kann man bald erwarten.

Doch wie kann man den Strom ersetzen?
           Wie kann man sich nur so verschätzen??
Ideen mit Wellen und mit Gülle
           gibt´s echt in Hülle und in Fülle.
Und auch mit Sonne und mit Wind
           geht´s nicht, das weiß doch jedes Kind.
Mal weht der Wind, mal steht er still –
           ganz wie der Wettergott es will!
Gabriel, Trittin, Scheer und Alt:
           Zur Sonne zieh´n sie mit Gewalt!

Der Ernst, den sie dabei entwickeln,
           die deutsche Landschaft zu zerstückeln,
ist ganz enorm und vehement.
           Sind deren Köpfe aus Zement?
Der Luftschlossbau floriert schon prächtig!
           Die Traumwelt ist echt zukunftsträchtig…
Doch Sonne scheint bei Nacht nur spärlich;
           das ist mit Dunkelheit erklärlich.
Neu sind für sie auch Batterien
           voll ungeheurer Energien!
Sie speichern Riesenmengen Strom –
           was braucht man da noch das Atom???

In Gabriels Berliner Zimmer
           die Sonne scheint auf Knopfdruck immer!!
So hat er – Wunder der Natur –
           echt gelben Strom rund um die Uhr!
Und auch im Ministerium –
           das ist schon ein Mysterium –
weht ständig Wind der Stärke sieben.
           So wird dort alles angetrieben.
Auch Sigmar bläst mit vollen Backen;
           die Puste spürt der Glos im Nacken!
Doch dieser lässt ihn ruhig blasen:
           so etwas stärkt den alten Hasen…

Frau Merkel auch, die Kanzlerin,
           als promovierte Physikerin,
sie steht für Deutschland in der Pflicht
           und weiß genau: So geht das nicht!
Als Präsidentin der EU
           und G-8-Chefin noch dazu
will sie verstärkt Akzente setzen,
           doch Sigmar darf sie nicht verletzen.
Das ist die Quadratur des Kreises:
           Es geht wohl nicht; die Mehrheit weiß es!

Als Staatenlenker-Aufgebot
           sitzen die zu Acht im Boot.
Bei Wirtschaft und bei Politik
           ist Konsens wichtig, nicht Kritik:
Gemeinsam rudern sie nach vorn –
           doch Sigmar sieht es voller Zorn!
Bei Kernkraft stellt er stur sich quer.
           Die Kanzlerin tut sich jetzt schwer.

Liebe Angie; fall´ nicht um
           vor Gabriels Spektakulum!
Wie soll sie sonst die Zukunft sichern?
           Der Rest der Welt beginnt zu kichern…!
Denn weltweit wächst die Kernkraft weiter;
           sind alle andern denn gescheiter??
Jetzt macht der Sigmar auch noch Witze;
           sein letzter Clou: Die Reibungshitze.
Und auch in Greetsiel schwebt er ein,
           jetzt beim Ostfriesen-Windverein.
Die Windrotoren stehen alle!
           Was macht er bloß in diesem Falle?
Sein Helikopter treibt die Räder,
           und Strom fließt wieder – etwas später…

Und sollte man es trotzdem wagen,
           bei Sigmar schriftlich nachzufragen,
ist´s ganz schön doof, was man erfährt.
           Man wird dann erst mal aufgeklärt:
„Die Fragen sind doch rein rhetorisch
           und noch dazu provokatorisch;
zu kostbar ist mir meine Zeit –
           zur Antwort bin ich nicht bereit!“

Was haben wir bloß für ein Glück
           mit dieser Art von Politik!
Nur eins ist klar: Am deutschen Wesen
           soll wieder mal die Welt genesen!!