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Solarstrom - wer hat Angst ...

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Wer hat Angst vor Hermann Scheer? -Satire
von Eckehard Goering vom 14.11.2005

Hermann Scheer (SPD), Mitglied des Bundestages, selbsternannter Experte in Sachen erneuerbare Energien und von seinen Anhängern ehrfurchtsvoll „Solar-Papst“ genannt, wird nicht müde, seit mehr als 30 Jahren das Märchen von der solaren Vollversorgung Deutschlands zu erzählen. Auch wenn Herr Scheer eine Militärakademie von innen gesehen hat, brauchen wir seine Behauptungen nicht widerspruchslos hinzunehmen.

Eine seiner Lieblingsthesen: "Kernenergie gehört ins Technikmuseum" haben viele Staaten dieser Erde gerade eindrucksvoll widerlegt. Auch Scheers Beschimpfungen der IAEA, der Internationalen Atom Energie Agentur, die 2005 den Friedensnobelpreis erhielt, helfen da wenig.

Bei seinen Erläuterungen zur kern- und fossil-freien deutschen Rundum-Versorgung wich Herr Scheer lange Zeit einem Problem aus: „Was tun, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht bläst?“. Denn Strom lässt sich bekanntlich großtechnisch nicht speichern und muss daher immer in andere Energieformen umgewandelt werden!

Jetzt hat er seinen Wissenschaftlern und Technikern endlich Glauben geschenkt und tritt für eine Speicherung des Stroms ein. Hier seine Vorschläge (die er nicht müde wird vorzutragen): „Nicht nur durch elektrolytisch erzeugten Wasserstoff, sondern durch elektrostatische Speicher (Superkondensatoren), elektromechanische (Schwungräder, Druckluft), elektrodynamische (supraleitende Magneten) oder thermische mit Hilfe von Metallhydriden“ (Anm. BfT: als Metallhydride wäre korrekt) ließe sich der Strom speichern. Das ganze hat leider einen Schönheitsfehler, seine Vorschläge sind großtechnisch noch nie realisiert wurden bzw. als nicht realisierbar erkannt.*!

Ungeachtet dieses, aus seiner Sicht unbedeutenden, technischen Details fordert Herr Scheer einen Speicher-Bonus für Wind- u. Solarmüller, sowie Alternativ-Energie-Bauern. Getreu dem sonst nicht so gern gehörtem Motto „Der Markt wird es schon richten!“.

Die „Bürger für Technik“ schlagen deshalb vor, die ersten Bonuspunkte an die Einwohner von Schilda, die Schildbürger, zu verteilen, da sie die ersten waren, die nachweislich in der deutschen Literatur versucht haben, ihr Rathaus mit gespeicherter Solarenergie zu beleuchten: Sie versuchten, das Licht mit Säcken in ihr fensterloses Rathaus zu tragen! Viel Spaß bei weiteren Versuchen wünschen die „Bürger für Technik“ http://www.buerger-fuer-technik.de/.

*) Die Speicherung in Magnesium als Hydrid haben wir (Dr. Ludwig Lindner mit Arbeitsgruppe) in Marl vor 20 Jahren im technischen Maßstab untersucht. Es hat nicht funktioniert, weil sich beim ständigen Be- und Entladen die sehr geringen Verunreinigungen im Speicher angereichert haben, wodurch die Kapazität ständig zurückging.

Eckehard Göring http://www.buerger-fuer-technik.de/team.html